Auszug aus dem Ratgeber vom DBSV:

Schieben Sie keine blinde Person vor sich her, sondern lassen Sie sie immer an Ihrem Arm etwas hinter Ihnen gehen.

Setzen Sie eine blinde Person nicht einfach auf einen Stuhl. Bieten Sie den Sitzplatz an und überlassen Sie es dem blinden Menschen, davon Gebrauch zu machen.

Nehmen Sie der blinden Person nicht einfach den Mantel weg, sondern sagen Sie: „Ihr Mantel hängt am ersten Haken neben der Tür.“

Das Wort blind oder sehen ist für einen blinden Menschen kein Tabu. Stottern Sie nicht herum, wenn Sie fragen wollen: „Haben Sie das Theaterstück äh, äh gehört?“, sondern benutzen Sie das Wort sehen. Blinde Menschen sagen: „Ich habe mir den Teller angesehen. Er ist hübsch.“

Blinde Menschen hören sehr gut. Geflüsterte Bemerkungen wie „Das scheint mir das Schlimmste zu sein“, werden sehr wohl gehört. Es bleibt Ihnen natürlich überlassen, wie Sie darüber denken, aber blinde Menschen selbst denken ganz anders darüber.

Fragen Sie nicht, wenn Sie eine bekannte blinde Person treffen: „Wer bin ich?“, sondern sagen Sie: „Hallo Herr Meier. Ich bin’s, Frau Müller von nebenan.“ Keine Rätselspiele.

Fragen Sie nicht die Begleitperson eines Blinden, wenn Sie etwas über ihn wissen möchten, sondern sprechen Sie die blinde Person direkt an. Nicht: „Kann Ihr Mann das denn unterschreiben?“, sondern fragen Sie ihn direkt.

Wenn Sie sich mit einem blinden Menschen z.B. auf Festen oder im Straßenlärm unterhalten, gehen Sie nicht einfach weg, ohne Bescheid zu sagen. Er spricht vielleicht weiter, weil er Ihr Fortgehen nicht bemerkt hat.

Legen Sie nicht einfach Gegenstände in den Weg oder nehmen Sie Gegenstände nicht einfach weg, sondern sagen Sie der Blinden Person immer, wenn Sie etwas entfernen oder zurück legen wollen. Wissen Sie nicht mehr wo es lag, fragen Sie den blinden Menschen.